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bvdm-Konjunkturtelegramm: Deutsche Druck- und Medienindustrie - Dezember 2020

Dezember 2020: Unternehmen überstehen den Lockdown bisher relativ gut

Nachdem sich das Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienbranche im November leicht abgekühlt hatte, hellte es sich im Dezember wieder sichtlich auf. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex stieg im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigt 5,8 Prozent. Mit 96,4 Punkten erreichte der Index den höchsten Wert seit neun Monaten und notiert mittlerweile nur noch 4 Prozent unter seinem Vorjahresniveau. Doch auch wenn die Unternehmen den Teil-Lockdown relativ gut verkraftet haben, dürfte der Mitte Dezember angeordnete harte Lockdown deutliche Auswirkungen haben.

Während die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen im Dezember ihre aktuelle Geschäftslage etwas besser als im November beurteilten, fielen ihre Erwartungen bezüglich ihrer zukünftigen Geschäftsentwicklung wesentlich hoffnungsvoller als im Vormonat aus.

Die Werte der aktuellen und erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.


Im Dezember legte der saisonbereinigte Geschäftslageindex um 1,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zu und notierte mit 87,3 Punkten auf einem Neun-Monats-Hoch. Der im Vorjahresvergleich starke Rückgang in Höhe von nunmehr 13,7 Prozent blieb allerdings nahezu unverändert (-13,1 Prozent im November). Zwar verbesserte sich die Nachfrage- und Produktionsentwicklung zuletzt ein wenig, dennoch beurteilten im Dezember lediglich rund 20 Prozent der Unternehmen ihre derzeitige Geschäftslage als positiv. Rund 29 Prozent der Teilnehmer hingegen waren unzufrieden mit ihrer Geschäftssituation. Somit verschlechtere sich der Saldo im Vorjahresvergleich um rund 28 Prozent.

Dass der Geschäftsklimaindex deutlich zulegen konnte, ist insbesondere auf die sichtlich zuversichtlichere Bewertung der Druck- und Medienunternehmen hinsichtlich ihrer erwarteten Geschäftslage zurückzuführen. Im Dezember stieg der saisonbereinigte Index der Geschäftserwartungen um 9,9 Prozent an und machte damit den Rückgang aus dem Vormonat (-9,3 Prozent) mehr als wett. Mit 106,5 Punkten notiert er nun rund 7 Prozent über seinem Vorjahreswert. Angesichts des in der Zwischenzeit angeordneten harten Lockdowns, der von den Umfrageteilnehmern nicht berücksichtigt werden konnte, muss die verbesserte Erwartungshaltung der Unternehmer jedoch mit Vorsicht bewertet werden. So gaben im Dezember 61 Prozent der Unternehmen an, in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit in Anspruch nehmen zu wollen. Daher ist es auch wenig überraschend, dass rund ein Drittel der Befragten von einem Rückgang der Produktionsaktivitäten in den kommenden Monaten ausgeht. Rund 13 Prozent hingegen erwarten trotz der Einschränkungen eine Zunahme.

Hintergrundinformationen zum bvdm-Konjunkturtelegramm sowie Hinweise zur Teilnahme an den monatlichen ifo Konjunkturumfragen finden Sie unter: bvdm-online.de/kt.  (bvdm)

 

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Grafik: © bvdm

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