Die Zahl der neuen abgeschlossenen Ausbildungsabschlüsse der Druckbranche ist im Jahr 2013 gegenüber 2012 um 7,11 Prozent gesunken. Sie liegt jetzt bei 5.058 neuen Ausbildungsabschlüssen. Damit hielt 2013 die Abwärtsentwicklung bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen an, die 2009 begann.
Die Gründe für den Abwärtstrend liegen nicht nur in der demografischen Entwicklung, sondern sind auch auf die schwache Konjunktur und auf den Konsolidierungsprozess der Branche zurückzuführen. Der Ausbildungsmarkt hat sich für Jugendliche in den letzten Jahren deutlich entspannt, denn immer weniger Jugendliche suchen einen Ausbildungsplatz, während die Zahl der Studienplatzbewerber steigt. Auch können in starken Regionen vielfach Ausbildungsplätze nicht mehr mit qualifizierten Bewerbern besetzt werden. Das regionale Ungleichgewicht auf dem Ausbildungsmarkt wird zunehmend zu einem strukturellen Problem Deutschlands.
Bezogen auf die Druckindustrie hatte die schwächelnde Konjunktur in den zurückliegenden Jahren und der damit verbundene Rückgang der Printwerbeausgaben der Wirtschaft sicherlich Auswirkungen auf die Ausbildungszahlen. Dazu kam der Konsolidierungsprozess der Branche: Die Zahl der Betriebe und Beschäftigten sinkt seit Jahren kontinuierlich. Dass auch andere Branchen rückgängige Ausbildungsabschlüsse zu verzeichnen haben, zeigen die Ausbildungszahlen des Mediengestalters, der neben der Druckindustrie mehrheitlich in der Werbebranche ausgebildet wird. Bereits im zweiten Jahr ist hier ein Rückgang der Neuverträge von 6,67 Prozent zu verzeichnen.
Deutliche Rückgänge verzeichneten die Berufe Medientechnologe Druck mit 7,45 Prozent und besonders die Medientechnologen Druckverarbeitung mit 14,93 Prozent. Allerdings blieben auch viele angebotene Lehrstellen unbesetzt. Hier monieren die Ausbildungsbetriebe nach wie vor die unterdurchschnittliche Vorbildung von Bewerbern. Erfreulich ist die Zunahme der neuen Ausbildungsverhältnisse beim Ausbildungsberuf Packmitteltechnologe von 1,64 Prozent.
2013 wurden in der Druckindustrie 5.058 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen (2012: 5.445, –7,11 Prozent). Insgesamt lernten 2013 in den drei Ausbildungsjahren 13.982 Auszubildende einen Beruf in der Druck- und Medienwirtschaft. Die Gesamtausbildungsverhältnisse sanken damit um 5,03 Prozent (2012: 14.722 Azubis)5 Prozent aller Ausbildungsverträge wurden für den Ausbildungsberuf Mediengestalter abgeschlossen, gefolgt von den Medientechnologen Druck mit 17,2 Prozent, den Packmitteltechnologen mit 8,6 Prozent, den Medientechnologen Druckverarbeitung mit 5,6 Prozent und den Medientechnologen Siebdruck mit 2,6 Prozent. Die handwerkliche Verordnung Buchbinder rangiert mit bundesweit 41 Auszubildenden auf dem 6. Platz mit 0,8 Prozent.
Die Ausbildungsquote der Druckindustrie (Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbeschäftigtenzahl) liegt aktuell bei 8,62 Prozent, was nach wie vor bezogen auf die gesamte Industrie überdurchschnittlich ist.
Der Anteil der Frauen liegt insgesamt bei 43,1 Prozent, wobei der Anteil beim Ausbildungsberuf Mediengestalter mit 59 Prozent zu Buche schlägt.

