Tarifrunde Druckindustrie: Arbeitgeber zeigen Kompromissbereitschaft – Tarifeinigung bleibt aus

Obwohl die Arbeitgeber in den heutigen Verhandlungen in Hamburg für die rund 95.000 Beschäftigten der Druckindustrie auf die Arbeitnehmer zugegangen sind, konnte keine Einigung mit der Gewerkschaft ver.di erzielt werden.

Die Verhandlungen gehen am 1. Oktober 2026 in Frankfurt am Main in die vierte Runde. 

„Wir sind mit dem klaren Willen in diese Verhandlungsrunde gegangen, alte Tarifrituale über Bord zu werfen und zeitnah eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Wir sind der Gewerkschaft entgegengekommen und haben verschiedene Lösungsmöglichkeiten eingebracht. Umso bedauerlicher ist es, dass wir heute trotzdem keine Annäherung erreichen konnten,“ fasst der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Dr. Klemens Berktold die heutigen Verhandlungen zusammen.

Die Druckindustrie steht weiter unter hohem Veränderungsdruck. Kosten bleiben hoch, der Wettbewerb nimmt zu und gleichzeitig verändern sich Märkte, Kundenanforderungen und Geschäftsmodelle rasant. Viele Unternehmen müssen heute mit deutlich weniger Spielraum wirtschaften als noch vor einigen Jahren. Tarifentscheidungen können nicht losgelöst von dieser Realität in den Betrieben getroffen werden.

„Die Arbeitgeber haben deutlich gemacht, dass sie bereit sind, den Beschäftigten entgegenzukommen. Für eine Einigung braucht es aber auch Kompromissbereitschaft auf der anderen Seite,“ so Dr. Klemens Berktold. „Für einen Tarifabschluss müssen beide Seiten aufeinander zugehen. Jetzt liegt es an ver.di, von ihren Maximalforderungen abzurücken, die für die Betriebe nicht finanzierbar sind, statt die Auseinandersetzung mit Streikaufrufen zu verschärfen.“ (BVDM)

 

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Quelle: © BVDM

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